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Per- und polyfluorierte Chemikalien (PFAS): Das unsichtbare Risiko in unserer Umwelt

Per- und polyfluorierte Chemikalien, allgemein als PFAS bekannt, sind eine Gruppe von Chemikalien, die aufgrund ihrer einzigartigen Eigenschaften in vielen industriellen und kommerziellen Anwendungen eingesetzt werden. Sie sind bekannt für ihre Wasser- und Schmutzabweisenden Eigenschaften sowie für ihre Stabilität gegenüber Hitze, Chemikalien und biologischem Abbau. Obwohl PFAS in vielen Bereichen des täglichen Lebens weit verbreitet sind, gibt es zunehmend Bedenken hinsichtlich ihrer potenziell schädlichen Auswirkungen auf die Umwelt und die menschliche Gesundheit.

Verbreitung von PFAS:


PFAS wurden in einer Vielzahl von Produkten und Anwendungen verwendet, darunter:



  1. Feuerlöschschaum: PFAS werden häufig in Feuerlöschschaum verwendet, insbesondere in sogenannten AFFF (Aqueous Film Forming Foam), um Brände effektiv zu löschen.
  2. Textilien und Oberflächenbeschichtungen: Sie werden in Outdoor-Bekleidung, Teppichen, Polstermöbeln und anderen Textilien verwendet, um sie wasser- und schmutzabweisend zu machen.
  3. Lebensmittelverpackungen: PFAS werden in Lebensmittelverpackungen wie Pizzakartons, Popcorntüten und Fast-Food-Behältern eingesetzt, um das Durchsickern von Fett zu verhindern.
  4. Industrielle Anwendungen: Sie finden auch Verwendung in der Elektronikindustrie, bei der Herstellung von Halbleitern, in der Luftfahrt und in vielen anderen industriellen Prozessen.

Aufgrund ihrer weit verbreiteten Verwendung gelangen PFAS in die Umwelt und können in Böden, Gewässern und sogar in der Luft nachgewiesen werden.

Gesundheitsrisiken von PFAS:


PFAS stehen im Verdacht, eine Vielzahl von Gesundheitsproblemen beim Menschen zu verursachen. Studien haben gezeigt, dass PFAS mit folgenden Gesundheitsrisiken in Verbindung gebracht werden:


  1. Krebserkrankungen: Einige PFAS-Verbindungen wurden mit einem erhöhten Risiko für bestimmte Krebsarten wie Nieren- und Hodenkrebs in Verbindung gebracht.
  2. Hormonelle Störungen: PFAS können das endokrine System stören und zu hormonellen Veränderungen führen, die sich negativ auf die Fortpflanzungsfähigkeit und die Entwicklung des Fötus auswirken können.
  3. Immunsystemstörungen: Langfristige Exposition gegenüber PFAS kann das Immunsystem schwächen und die Anfälligkeit für Infektionen erhöhen.
  4. Lebererkrankungen: Es wurde festgestellt, dass PFAS mit Lebererkrankungen wie Leberfibrose und Fettlebererkrankungen in Verbindung stehen.


Regulierung und Umgang mit PFAS:


Aufgrund der zunehmenden Bedenken hinsichtlich der Gesundheits- und Umweltauswirkungen von PFAS haben viele Länder begonnen, Maßnahmen zur Regulierung und Reduzierung dieser Chemikalien zu ergreifen. Dies umfasst die Beschränkung der Verwendung von bestimmten PFAS-Verbindungen, die Einführung strengerer Umweltstandards und die Entwicklung von Methoden zur Dekontamination von belasteten Standorten.

Darüber hinaus haben Verbraucher und Unternehmen begonnen, nach PFAS-freien Alternativen zu suchen und Produkte zu verwenden, die keine PFAS enthalten. Dies hat zu einem zunehmenden Angebot an PFAS-freien Produkten geführt, von Textilien über Lebensmittelverpackungen bis hin zu Feuerlöschmitteln.

Insgesamt ist die Regulierung und der Umgang mit PFAS eine komplexe Herausforderung, die eine koordinierte Anstrengung auf globaler Ebene erfordert, um die Umwelt zu schützen und die Gesundheit der Menschen zu erhalten. Es ist wichtig, weiterhin Forschung zu betreiben, um das volle Ausmaß der Auswirkungen von PFAS zu verstehen, und gleichzeitig nachhaltige Lösungen zu entwickeln, um ihre Verwendung zu minimieren und ihre Belastung in der Umwelt zu reduzieren.

Wir, die Gesellschaft für fluorfreie Technologie, sind einer der wenigen kompetenten Ansprechpartner, wenn es um die aktuelle Rechtslage bei Vorhaltung und Betrieb von Schaumlöschmitteln geht.


Die Verwendung von Schaumlöschmitteln, insbesondere solchen, die Per- und polyfluorierte Chemikalien (PFAS) enthalten, ist aufgrund ihrer potenziell schädlichen Umwelt- und Gesundheitsauswirkungen zunehmend reguliert. PFAS-haltige Schaumlöschmittel wurden wegen ihrer effektiven Brandbekämpfungseigenschaften in vielen Sektoren eingesetzt, darunter in der Industrie, bei der Brandbekämpfung und auf Flughäfen. Die aktuellen rechtlichen Rahmenbedingungen zielen darauf ab, die Verwendung dieser Stoffe einzuschränken und schrittweise Alternativen einzuführen.

In Deutschland sind spezifische Regelungen zur Verwendung von Schaumlöschmitteln in verschiedenen gesetzlichen Rahmenwerken und technischen Regeln enthalten. Die AwSV (Verordnung über Anlagen zum Umgang mit wassergefährdenden Stoffen) und die TRGS 510 (Technische Regeln für Gefahrstoffe) enthalten Vorschriften zur Lagerung und Handhabung von Schaumlöschmitteln. Hinsichtlich PFAS-haltiger Schaumlöschmittel fordert das Umweltbundesamt einen restriktiven Einsatz und empfiehlt, wo immer möglich, alternative Löschmittel zu verwenden.

Ausblick und Herausforderungen:


Die Vorhaltung und der Betrieb von Schaumlöschmittelsystemen stehen vor der Herausforderung, sowohl wirksame Brandbekämpfungsmöglichkeiten zu bieten als auch Umwelt- und Gesundheitsrisiken zu minimieren. Betreiber solcher Systeme müssen sich nicht nur über die aktuelle Rechtslage informieren, sondern auch proaktiv nachhaltige und sichere Alternativen zu PFAS-haltigen Schaumlöschmitteln suchen und implementieren.

Es wird erwartet, dass die regulatorischen Anforderungen im Bereich der Schaumlöschmittel weiter zunehmen werden, insbesondere im Hinblick auf die Verwendung und Entsorgung von PFAS-haltigen Produkten. Unternehmen und Organisationen, die Schaumlöschsysteme betreiben, müssen sich auf eine Umstellung vorbereiten und sollten in die Entwicklung und Erprobung von umweltfreundlichen Löschmittelalternativen investieren.

Technische Umrüstung:


In einigen Fällen ist technische Umrüstung erforderlich, um die Kompatibilität mit alternativen Schaumlöschmitteln sicherzustellen.

Entsorgung bestehender Vorräte:


Es muss ein sicherer und umweltgerechter Weg für die Entsorgung vorhandener Vorräte an PFAS-haltigen Schaumlöschmitteln gefunden werden.

Wir sind für Sie da!

Unser Engagement für den Umweltschutz verpflichtet uns, Sie mit umfassender Expertise und insbesondere unter Einhaltung aller rechtlichen Bestimmungen durch diesen Prozess zu führen. Mit über 25 Jahren Erfahrung im Brand- und Umweltschutz, speziell in der Abwasseraufbereitung, stehen wir Ihnen zur Seite.

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